Wille

Die Phase der Willensbildung beginnt in der Regel etwa im dritten Lebensjahr des Kindes und ist, zusammen mit der Vertrauensbildung, die weitaus wichtigste Phase der Erziehung. Wenn das Kind seinen eigenen Willen entwickelt, müssen Sie lernen, auch Widerstand in Form von Herausforderungen und Grenzen zu leisten, sodass aus dem anfangs noch rohen und ungestümen Willen ein möglichst freier Wille wird, das heisst ein Wille, der auch die Mitmenschen und die Umwelt respektiert.

  • Willensschwach

    Willensschwach wird ein Kind, wenn es während der Phase der Willensbildung zu wenig Herausforderungen oder zu wenig Grenzen erhält. So kann es nicht erfahren, wie es seinen Willen konstruktiv einsetzen kann. Ein zu wenig genutzter Wille verschwindet zwar nicht einfach, aber er verkümmert. Der Wille ist nebst dem Selbstvertrauen die wichtigste Kraft des Menschen, sodass die Folgen von Willensschwäche für die Persönlichkeit gravierend sein können. Mögliche Ursachen…

  • Gebrochener Wille

    Ein möglichst freier Wille ist nebst einem gesunden Selbstvertrauen die wertvollste Kraft des reifen Menschen, um selbständig und beziehungsfähig leben zu können. In der Phase der Willensbildung, die in der Regel etwa im dritten Lebensjahr des Kindes beginnt, müssen die Eltern deshalb besonders aufmerksam sein, um auf dessen Willen angemessen reagieren zu können. Sind sie…

  • Wille

    Übersicht zum Thema Wille

  • Lebenswille

    Der Lebenswille ist dem Kind angeboren, er bewirkt, dass das Kind überhaupt zur Welt kommt, atmet, einen Herzschlag hat, die Mutterbrust sucht und ganz einfach schreit, wenn ihm etwas fehlt. Der Lebenswille ist da, solange das Kind lebt. Das Kind kommt auf die Welt, weil es leben will und es setzt alles daran, dass ihm das…

  • Freier Wille

    Der Wille, beziehungsweise seine Kultivierung durch Herausforderungen und Grenzen, ist das Thema des zweiten Grundprinzips der Erziehung: Während es in den beiden ersten Jahren fast ausschliesslich darum geht, dass die Eltern lernen ihrem Kind zu vertrauen, müssen Sie nun lernen, dem Willen, der sich im Kind entwickelt, auch Widerstand entgegenzusetzen. Wie beim Vertrauen ist also…

  • Willensbildung

    Die Phase der Willensbildung beginnt in der Regel etwa im dritten Lebensjahr des Kindes und ist, zusammen mit der Vertrauensbildung, die weitaus wichtigste Phase der Erziehung. Wenn das Kind seinen eigenen Willen entwickelt, müssen Sie lernen, auch Widerstand in Form von Herausforderungen und Grenzen zu leisten, sodass aus dem anfangs noch rohen und ungestümen Willen ein möglichst freier Wille wird, das heisst ein Wille, der auch…

  • „Zauberworte“

    Sogenannte Zauberworte werden vor allem von Kindern im Zusammenhang mit Anstandsregeln gefordert. Allerdings wäre es viel wichtiger, wenn Eltern lernen würden, ihr „Ja“ beziehungsweise ihr „Nein!“ als äusserst effektive Worte einzusetzen. Zauberworte des Kindes In der Regel hört man Eltern ihre Kinder nach dem „Zauberwort“ fragen, wenn diese etwas wollen und nicht schön artig „Bitte“…

  • Verlangen

    Verlangen ist Ausdruck des Lebenswillens des Kindes, dies im Gegensatz zum Wollen (das Ausdruck des Willens ist, der sich erst ab etwa dem dritten Lebensjahr bildet). Der Wille zu leben hat das Kind von Geburt an. Bevor das Kind seinen eigentlichen Willen entwickelt, verlangt es ausschliesslich nach der Befriedigung seiner Grundbedürfnisse. Dem sollten Sie als Eltern…

  • Liebe

    Obwohl Liebe wohl für alle Menschen als etwas fundamental Wichtiges betrachtet wird, können nur wenige sagen, was Liebe wirklich ist. Auch das 2 x 2 kann und will die Frage nicht endgültig beantworten. Fähigkeit oder Geschenk Gottes? Liebe wird in der Regel als besonders innige Zuneigung und Wertschätzung umschrieben. Häufig wird Liebe auch als ein…

  • Treten und Schlagen

    Kinder können sich in den ersten Jahren, in denen ihr sprachlicher Ausdruck noch begrenzt ist, häufig bloss mit Händen und Füssen für ihre Anliegen einsetzen oder sich gegen Angriffe wehren. Das ist völlig natürlich und nicht etwa als bösartig zu verstehen. Es liegt allerdings an Ihnen, dem Kind unmissverständlich Grenzen zu setzen, indem Sie angemessen Widerstand leisten, sodass das Kind…

  • Totalverweigerung

    Wenn die Eltern-Kind-Beziehung derart gestört ist, dass ein Kind jegliche Kommunikation mit den Eltern ablehnt, ist auch keine Erziehung mehr möglich. Um solche Blockierungen zu lösen, müssen Eltern zunächst die Verantwortung übernehmen und anschliessend ihr Verhalten grundlegend überdenken. Das Problem dabei ist leider, dass die Ursache regelmässig während der Phase der Willensbildung geschaffen wird, die Lösung häufig erst später gesucht wird,…

  • Widerstand des Kindes

    Wenn das Kind beginnt seinen eigenen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, wird es Ihnen vermehrt auch dann Widerstand leisten, wenn sich Ihre Absichten eigentlich mit seinen Bedürfnissen decken. Der Wille des Kindes ist, nebst seinem Selbstvertrauen, die weitaus wichtigste Kraft des Menschen. Allerdings ist dieser Wille anfangs noch roh und ungestüm, kennt also weder…

  • Forderungen des Kindes

    Forderungen des Kindes können seine Grundbedürfnisse betreffen, aber auch Ausdruck seines Willens sein. Als Eltern müssen Sie lernen, das eine vom anderen zu unterscheiden. Während der Phase der Vertrauensbildung haben Kinder erst einen Lebenswillen, das heisst, sie fordern einzig, dass ihre Grundbedürfnisse befriedigt werden. Das kann zwar für die Eltern auch äusserst fordernd sein, doch müssen Sie sich bewusst sein, dass es zunächst einmal das…

  • Befehlen

    Kinder brauchen vor allem während den beiden ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung nichts als Klartext. Anstandsfloskeln und ähnliches sind für sie noch unverständlich oder gar verwirrend. Wollen Sie das Kind zu etwas auffordern, müssen Sie deshalb die grammatikalische Befehlsform (Imperativ) wählen. Erst später kann das Kind mehr und mehr auch mit nuancierten Äusserungen umgehen. Während der Phase der Vertrauensbildung wird Ihr…

  • Wegsperren

    Ein Kind wegzusperren ist immer ein Gewaltmissbrauch und deshalb ein absolut kontraproduktives Mittel, wie ganz allgemein Strafen. Wenn ein Kind eine Grenze überschreitet oder Regeln verletzt, müssen Sie Widerstand leisten, aber ohne Gewalt anzuwenden. Während der Phase der Vertrauensbildung kommen Eltern zwar kaum auf die Idee, ihr Kind wegzusperren. Allerdings „genügt“ es auch, das Kind zum Beispiel einfach in seinem Bett, aus dem es nicht selbst aussteigen kann, schreien zu…

  • Freiwilligkeit

    Freiwilligkeit heisst zunächst, dass das Kind aus eigenem Antrieb handelt. Das tut es schon von Natur aus. Freiwilligkeit bedeutet aber zudem, dass ein Mensch nicht nur für sich selbst, sondern gleichzeitig auch für seine Umwelt (oder gar für höhere Ideale), sinnvoll und nützlich handelt. Erst dann kann von einem wirklich freien Willen, eben von „Freiwilligkeit“, gesprochen werden. Die…

  • Wollen

    Wenn das Kind zum ersten Mal „Nein!“ oder „Ich will!“ sagt, ist das ein sicheres Zeichen, dass es gerade eine seiner weitaus wichtigsten Kräfte für sein Leben entwickelt, nämlich seinen Willen. Darüber sollten sich Eltern an sich freuen, auch wenn sie meistens erst noch lernen müssen, mit dem kindlichen Willen umzugehen. Denn der Wille ist zunächst einmal absolut,…

  • Ziel der Erziehung

    Hauptziele Ziel der Erziehungsarbeit sollte sein, dass das erwachsene Kind Dafür braucht es genügend Selbstvertrauen und einen möglichst freien Willen. Die Grundlagen dafür erwirbt das Kind in den ersten etwa vier Jahren. Das Ziel der Erziehung sollte denn auch mit der Sozialisation, also in der Regel mit dem Eintritt in die (Vor)Schule, weitgehend erreicht sein. Das Kind sollte dann genügend reif sein,…

  • Trotzen

    Wenn das Kind beginnt seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa ab dem dritten Lebensjahr, wird es vermehrt und häufig ganz unvermittelt Widerstand gegen seine Eltern leisten. Das ist zunächst schlicht ein Zeichen seiner gesunden Entwicklung. Entscheidend ist aber, dass die Eltern lernen damit umzugehen, das heisst insbesondere den Willen des Kindes zu respektieren und angemessen Grenzen zu setzen. In der…

  • Erfolg

    Solange sich ein Kind entwickelt, was es in den ersten Jahren ja in einem unglaublich rasanten Tempo tut, ist sein Leben eine einzige Aneinanderreihung von Erfolgen. Da Kinder in diesem Alter aber noch keine Ziele haben, zumindest keine expliziten, freuen sie sich an allem, was ihnen gelingt, also zunächst einmal unabhängig davon, ob das Erreichte den Eltern gefällt oder…

  • Liebesentzug

    Während das Kind bei seiner Geburt sozusagenn pure Liebe ist, müssen Eltern häufig erst noch lernen, diese Liebe anzunehmen. Das „2 x 2“ betrachtet Liebe weniger als Gefühl, denn mehr als Fähigkeit, in einer Beziehung einerseits bedingunslos „Ja“ sagen zu können und andererdseits wenn nötig, auch konsequent „Nein!“ zu sagen. Als Liebesentzug wird deshalb ein mangelndes Vertrauen der Eltern in das Kind oder…

  • Macht

    Macht ist zunächst schlicht die Fähigkeit etwas zu bewirken, also eine grundsätzlich positive Eigenschaft der Persönlichkeit. Erst wenn diese Fähigkeit zum Nachteil anderer eingesetzt wird, wird es problematisch. Das Kind erfährt seine Macht, wenn es seinen Willen zu entwickeln beginnt, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr. Für die Erziehung ist zudem wichtig, dass zwischen den Eltern und dem Kind…

  • Motivation

    Eltern meinen häufig, sie müssten ihre Kinder zu einem bestimmten Verhalten, Tun oder Lassen motivieren. Meistens geht es dabei um die Erwartung, dass Kinder etwas freiwillig tun oder um den Wunsch nach Gehorsam, ohne gleich befehlen zu müssen. Dabei geht vergessen, Entscheidend für den Erhalt des schon von Natur aus vorhandenen Antriebs sind denn fast ausschliesslich die beiden ersten Phasen der…

  • Freiheit

    Freiheit ist die Möglichkeit, sich frei entscheiden und frei bewegen zu können. Beides ist für die Entwicklung des Kindes essentiell. Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung, das heisst die Fähigkeit, für die Folgen seines Tuns und Lassens aufkommen zu können. Verantwortung muss das Kind erst noch lernen, beziehungsweise die Eltern müssen lernen, dem Kind Verantwortung zu übergeben. Denn nur der verantwortungsvolle…

  • Forderungen der Eltern

    Wenn das Kind beginnt seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, dürfen Eltern durchaus auch Forderungen stellen. Denn Kinder lieben und brauchen gerade in diesem Alter Herausforderungen. Mit einer Forderung stellen Sie sich möglicherweise dem Willen des Kindes entgegen und setzen somit eine Grenze. Während der Phase der Vertrauensbildung sollten Sie grundsätzlich noch keine Forderungen stellen.…

  • Wut des Kindes

    Wut ist, nebst Freude, Angst und Trauer, eines der vier Grundgefühle, das heisst ein elementares, reines und von Geburt an vorhandenes Gefühl. Kinder werden vor allem dann wütend, wenn sich jemand oder etwas ihrem Willen entgegenstellt. Das ist grundsätzlich ein Zeichen ihrer gesunden Entwicklung. Entscheidend ist einzig, wie die Eltern darauf reagieren. Wut ist ein…

  • Sucht

    Die wesentlichen Voraussetzungen für süchtiges Verhalten werden in den ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung gelegt. Oder positiv ausgedrückt: Wenn das Kind in den ersten Jahren das erhält, was es wirklich braucht, wird es später kaum nach Ersatzbefriedigung suchen müssen. Und Ersatzbefriedigung ist gewissermassen der Nährboden für süchtiges Verhalten. Drogen und süchtiges Verhalten Süchtig kann der Mensch nicht nur…

  • Wünsche des Kindes

    Wünsche sind immer in die Zukunft gerichtet. Schon allein deshalb hat das Kind in den ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung von Natur aus noch keine Wünsche, denn es lebt voll in der Gegenwart. Wünsche sind denn auch zu unterscheiden erstens von Grundbedürfnissen und zweitens vom Willen des Kindes. Schliesslich sind Wünsche regelmässig vom Zutun…

  • Ausdauer des Kindes

    Die Entwicklung des Kindes ist vor allem ein Lernprozess. Und dieser Lernprozess erfordert Ausdauer und Geduld. Geduld von den Eltern und Ausdauer vom Kind. Doch während die Eltern die nötige Geduld häufig erst noch lernen müssen, bringt das Kind von Natur aus bereits genügend Ausdauer mit, das heisst, genau so viel, wie es braucht, um etwas Neues zu lernen.…

  • Zumuten

    Zumuten bedeutet in der Erziehung, dass Sie dem Kind nicht nur zutrauen, seine Fähigkeiten zu nutzen, sondern auch mit Widerständen umzugehen. Das ist vor allem in der Phase der Willensbildung entscheidend, wenn es darum geht, dass das Kind lernt, mit Herausforderungen und Grenzen umzugehen. In der Phase der Vertrauensbildung geht es noch kaum darum, dem…

  • „Nein!“ des Kindes

    Eltern fordern von ihren Kindern zu Recht, dass sie deren „Nein!“ akzeptieren lernen. Denn Eltern setzen damit dem Kind eine Grenze. Allerdings hat auch das Kind Grenzen und somit ein Recht, dass seine Eltern ihrerseits dessen „Nein!“ respektieren. Dass daraus Konflikte entstehen, ist offensichtlich. Entscheidend ist, dass Sie als Eltern lernen, damit umzugehen. Denn die…

  • Protestieren

    Wenn Kinder gegen ihre Eltern protestieren, werden sie häufig als unvernünftig betitelt. Der Protest von Kindern ist aber meistens nichts anderes als ein Zeichen ihrer gesunden Entwicklung und bei näherer Betrachtung zudem höchst vernünftig. Eltern sollten deshalb zumindest während den beiden ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung jeweils genau hinschauen, aus welchen Gründen sich das Kind gegen sie…

  • Anstandsregeln

    Anstand in der Erziehung ist eines der grösseren Missverständnisse. Das hat damit zu tun, dass sich die meisten Eltern gar nicht im Klaren sind, was sie erstens unter Anstand verstehen und was sie zweitens mit Anstandsregeln überhaupt bezwecken wollen. Fragt man etwas genauer nach, geht es in der Regel entweder um ein minimales Verständnis von…

  • Versöhnung zwischen Eltern und Kind

    Konflikte zwischen den Eltern und ihren Kindern sind unvermeidlich. Versöhnung ist vor allem in der Phase der Willensbildung das, was der Trost in der Phase der Vertrauensbildung ist: ein Grundbedürfnis des Kindes, für deren Erfüllung allein die Eltern verantwortlich sind. In der Phase der Vertrauensbildung dürfen Sie grundsätzlich zu allem „Ja“ sagen (ausser natürlich bei…

  • Grundprinzipien der Erziehung

    Die beiden Grundprinzipien gemäss dem „2 x 2 der Erziehung“ ergeben sich aus der allgemeinen Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes während den beiden ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung. In dieser Zeit entwickelt das Kind die beiden weitaus wichtigsten Kräfte für sein Leben: Diese beiden für das Leben des Menschen so wertvollen Kräfte kann das…

  • Laut und deutlich

    Kinder brauchen zumindest in den ersten beiden, alles entscheidenden, Phasen der Erziehung zunächst einmal Klartext, denn ihr sprachliches Verständnis ist noch sehr elementar. Mit Verklausulierungen, Doppelbotschaften und ähnlichem sind sie überfordert. Ab der Phase der Willensbildung brauchen sie zudem auch noch Ansagen, die laut und deutlich daherkommen, denn Grenzen müssen für Kinder eindeutig erkennbar sein: Entweder das Kind darf oder es darf nicht, Relativierungen und Konjunktiv können Kinder…

  • Entscheiden

    Entscheiden ist eine der wesentlichsten Funktionen des Menschen überhaupt und Ausdruck des (freien) Willens. Das Ziel des Menschen sollte idealerweise sein, dass er möglichst frei und bewusst entscheiden kann. Dieses hehre Ziel geht natürlich weit über die Erziehung hinaus und stellt sich auch längst nicht jedem Mensch. Immerhin können Sie als Eltern in den ersten Jahren des Kindes mehr oder weniger gute…

  • Beziehungsfähigkeit

    Beziehungsfähig ist ein Mensch, wenn er im Austausch mit anderen Menschen einerseits seine eigene Persönlichkeit ausleben kann, und andererseits die Persönlichkeit des anderen respektieren und schätzen kann. Im Idealfall kann daraus etwas Drittes, Grösseres entstehen (wie zum Beispiel eine Familie, ein Geschäft oder eine Sportmannschaft). Dafür braucht es Selbstvertrauen und ein freier Wille. Im Idealfall…

  • Widerstand der Eltern

    Wenn das Kind beginnt seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, sucht und braucht es Herausforderungen und Grenzen. Als Eltern sind Sie dabei eine Art Sparringspartner, das heisst, Sie müssen lernen, dem Kind und seinem Willen auch Widerstand zu leisten. Das gilt umso mehr als das Leben in der westlichen Zivilisation den Menschen im Allgemeinen nur noch wenig Anstrengungen abfordert.…

  • Vereinbarungen

    Wenn das Kind beginnt seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, braucht es nicht mehr nur das „Ja“ seiner Eltern, sondern auch das „Nein!“, also Grenzen. Das beste Mittel dazu sind Regeln, die gemeinsam zwischen den Eltern und dem Kind vereinbart werden, Vereinbarungen eben (im Gegensatz zu Abmachungen, die einseitig von den Eltern aufgestellt werden). In der…

  • Herausforderungen

    Da die meisten Fähigkeiten des Kindes noch nicht oder zumindest noch nicht voll entwickelt sind, ist das ganze Leben für das Kind eine einzige, grosse Herausforderung. Und da Kinder einen unbändigen Drang haben, sich zu entwickeln, suchen und lieben sie Herausforderungen schon von sich aus. Als Eltern haben Sie bloss die Aufgabe, aufmerksam zu sein, dass Sie das Kind…

  • Toben

    Wenn ein Kind beginnt seinen eigenen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, entdeckt es eine ungeheure Kraft, die aber noch ziemlich roh ist. Wenn es mit dieser ungestümen Kraft auf einen Widerstand stösst, wird es zunächst einmal mit Wut reagieren, da es seinen Willen nicht durchsetzen konnte. Das ist völlig normal…

  • Persönlichkeit

    Die Persönlichkeit eines Menschen beinhaltet verschiedene Dimensionen (von der Gefühlswelt über das Denken bis zum Aussehen), deren Bedeutung, Entwicklung und Zusammenspiel von der Psychologie untersucht werden. Für die Erziehung interessieren hier Eigenschaften, die das Kind Ob der Mensch ausserdem eine unsterbliche Seele oder ein wie auch immer definiertes Schicksal hat, ist für die Erziehung grundsätzlich nicht von Bedeutung (und eher…

  • „Nein!“ der Eltern

    Das „Nein!“ ist in einer Beziehung ebenso fundamental wie das vorausgegangene „Ja“ während der ersten Phase, also der Vertrauensbildung, und somit Grundlage jeglicher Erziehungsarbeit! Das „Nein!“ in der Erziehung setzt voraus, dass die Eltern zuvor, das heisst während der Phase der Vertrauensbildung, zu ihrem Kind bedingungslos „Ja“ gesagt haben. Denn Grenzen können Sie nur dann…

  • Grenzen

    Natürliche Grenzen können in der westlichen Zivilisation je länger, desto einfacher überwunden werden und die meisten natürlichen Gefahren bieten auch keine Grenzen mehr, da sie grösstenteils durch allerlei Sicherheitsvorkehrungen bereits gebannt sind. Kinder aber brauchen spätestens mit dem Beginn der Willensbildung Herausforderungen, um wachsen zu können. Als Eltern müssen Sie deshalb lernen, dem Kind beziehungsweise…