Lebenswille

Aus Das Zweimalzwei der Erziehung
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Bedeutung für die Erziehung

Der Lebenswille ist dem Kind angeboren, er bewirkt, dass das Kind überhaupt zur Welt kommt, atmet, einen Herzschlag hat, die Mutterbrust sucht und ganz einfach schreit, wenn ihm etwas fehlt. Der Lebenswille ist da, solange das Kind lebt. Das Kind kommt auf die Welt, weil es leben will und es setzt alles daran, dass ihm das gelingt: Wenn das Kind in den beiden ersten Lebensjahren schreit, geht es immer um seine Grundbedürfnisse. Diese müssen unmittelbar und bedingungslos befriedigt werden, ansonsten der Lebenswille des Kindes schon sehr früh beeinträchtigt werden kann. Zu unterschieden ist der Lebenswille vom Willen, der sich in der Regel erst etwa ab dem dritten Lebensjahr entwickelt.

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Lebenswille und Wille

Die Willensbildung ist die zweite wichtige Phase der Erziehung. Der Wille ist, im Gegensatz zum Lebenswillen, nicht mehr bloss auf das Überleben ausgerichtet, sondern auf die Entfaltung der Persönlichkeit, insbesondere der Fähigkeiten des Kindes. Dieser Wille muss gewissermassen kultiviert werden, und zwar von den Eltern, indem sie dem Kind Grenzen setzen, ihm also auch "Nein!" sagen.

Lebenswille und Wille verhalten sich zueinander ähnlich wie Instinkt und Intuition: Während der Instinkt einfach da ist, muss die Intuition erst gelernt werden, insbesondere durch Erfahrung und Erkenntnis.

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Weiterführende Themen

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Übergeordnete Prinzipien


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