Das sogenannte „Attachment Parenting“ (kurz oft „AP“, deutsch auch „Bindungserziehung“ oder „Bindungsorientierte Erziehung“ genannt) fokussiert vor allem auf die Vertrauensbildung, während der es darum geht, die Grundbedürfnisse des Kindes möglichst uneingeschränkt wahrzunehmen und zu erfüllen.
Aus Sicht des 2 x 2 der Erziehung wird dagegen die zweite – ebenso wichtige – Phase der Willensbildung häufig zu wenig berücksichtigt. Die Ziele der Selbstbestimmung des Kindes und des gegenseitigen Respekts hingegen decken sich weitgehend.
Wichtige Themen der bedürfnisorientierten Erziehung sind:
- Achtsamkeit
- Ernst nehmen
- Beziehung zwischen Eltern und Kind
- Gefühle
- Selbstvertrauen
- Respekt
- Beziehungsfähigkeit
Aus Sicht des 2 x 2 der Erziehung kommen bei der Umsetzung häufig einige Themen zu kurz, insbesondere:
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die Ziele der Erziehung beider Modell weitgehend decken. Das 2 x 2 der Erziehung strukturiert aber die Entwicklung des Kindes klar in die beiden entscheidenden Phasen der Entwicklung des Kindes (Vertrauensbildung und Willensbildung), nach denen die eigentliche Erziehungsarbeit weitergehen abgeschlossen ist und sich die Eltern auf eine Art Begleitung beschränken können. Demgegenüber ist die bedürfnisorientierte Erziehung mehr eine Haltung während der ganzen Erziehung, ja überhaupt der Beziehung zwischen Eltern und Kind.
Welcher Erziehungsstil am besten für Sie geeignet ist, müssen Sie als Eltern selbst beurteilen. Einige Anhaltspunkte für die Wahl des für Sie geeigneten Erziehungsmodells können Ihnen folgende Überlegungen geben, auf denen das 2 x 2 der Erziehung aufbaut:


