Drohen: Unterschied zwischen den Versionen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
241 Bytes hinzugefügt ,  8. November 2018
Zeile 17: Zeile 17:
Wenn Eltern ihren Kinder zuschauen, die zum Beispiel gerade laufen gelernt haben, kann ihnen schon mal Angst und Bange werden. Allerdings wird es noch gefährlicher, wenn Sie in solchen Momenten dem Kind auch gleich noch [[prophezeien]], dass es nächstens runterfallen oder sich anschlagen würde. Denn Kinder können in diesem Alter weder [[Negierungen]] noch den [[Konjunktiv]] verstehen und haben zudem auch noch keine Vorstellung von [[Zukunft]]. Sie sollten ihm deshalb nicht sagen, was alles passieren könnte, sondern ihm klar sagen, was es tun soll, damit eben nicht passiert, was Sie befürchten. Denn das Kind hört bloss "herunterfallen" oder "Kopf anschlagen", was in ihm entsprechende Bilder und Gedanken auslöst, womit auch schon der erste Schritt in Richtung des Unglücks gemacht wäre!
Wenn Eltern ihren Kinder zuschauen, die zum Beispiel gerade laufen gelernt haben, kann ihnen schon mal Angst und Bange werden. Allerdings wird es noch gefährlicher, wenn Sie in solchen Momenten dem Kind auch gleich noch [[prophezeien]], dass es nächstens runterfallen oder sich anschlagen würde. Denn Kinder können in diesem Alter weder [[Negierungen]] noch den [[Konjunktiv]] verstehen und haben zudem auch noch keine Vorstellung von [[Zukunft]]. Sie sollten ihm deshalb nicht sagen, was alles passieren könnte, sondern ihm klar sagen, was es tun soll, damit eben nicht passiert, was Sie befürchten. Denn das Kind hört bloss "herunterfallen" oder "Kopf anschlagen", was in ihm entsprechende Bilder und Gedanken auslöst, womit auch schon der erste Schritt in Richtung des Unglücks gemacht wäre!


Denken Sie also immer daran, dass Ihr Kind Ihnen von Natur aus [[Vertrauen des Kindes|vertraut]] und deshalb auch alle Ihre Aussagen wörtlich nimmt, bis auf eine Ausnahme: Das Wort "nicht" (und auch andere [[Negierungen]]) kann ein Kind noch nicht verstehen! Wenn Sie ihm also irgendein drohendes Unglück voraussagen, wird es genau dieses Unglück zunächst als etwas Vertrauenswürdiges verstehen. Wenn es dann aber gleichzeitig noch Ihre Angst wahrnimmt, wird es mit [[Verwirrung]] reagieren, da es mit dieser Diskrepanz noch [[Überforderung des Kindes|überfordert]] ist.
Denken Sie also immer daran, dass Ihr Kind Ihnen von Natur aus [[Vertrauen des Kindes|vertraut]] und deshalb auch alle Ihre Aussagen wörtlich nimmt, bis auf eine Ausnahme: Das Wort "nicht" (und auch andere [[Negierungen]]) kann ein Kind noch nicht verstehen! Wenn Sie ihm also irgendein drohendes Unglück voraussagen, wird es genau dieses Unglück zunächst als etwas Vertrauenswürdiges verstehen. Wenn es dann aber gleichzeitig noch Ihre Angst wahrnimmt, wird es mit [[Verwirrung]] reagieren, da es mit dieser Diskrepanz noch [[Überforderung des Kindes|überfordert]] ist. Sagen Sie dem Kind also zum Beispiel nicht "Nimm nicht so viel auf ein Mal auf den Löffel, sonst verbrennst Du Dir noch den Mund!", sondern sagen Sie ihm "Achtung, der Brei ist noch heiss, mach langsam und nimm nur wenig auf den Löffel.".


{{top}}
{{top}}

Navigationsmenü