Trost: Unterschied zwischen den Versionen

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88 Bytes hinzugefügt ,  13. Juni 2018
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Grundbedürfnisse des Kindes sollten insbesondere in der Phase der Vertrauensbildung Vorrang vor allem anderen haben, also grundsätzlich auch vor Ihren eigenen [[Bedürfnisse der Eltern|Bedürfnissen als Eltern]]! In den ersten beiden Lebensjahren des Kindes müssen Sie deshalb bereit sein, im Zweifel grundsätzlich zu Gunsten des Kindes zu entscheiden. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Sie auch mal einen Bus verpassen, weil das Kind auf dem Weg zur Haltestelle hingefallen ist und nun zuallererst getröstet werden will, bevor es auch nur einen weiteren Schritt machen kann. Für junge Eltern mag das anfangs schwierig sein, da sie sich zum Beispiel gewohnt sind, Wegzeiten knapp berechnen zu können. Gerade Kleinkinder brauchen aber auch Zeit für Unvorhergesehenes. Diese Zeit müssen Sie als Eltern unbedingt "investieren" können, zumal Sie schon bald überaus grosszügig dafür belohnt werden! Denn ein Kind, das genügend getröstet wurde, lernt entsprechend schnell mit [[Frustration]] umzugehen und kann seinerseits [[Toleranz des Kindes|Toleranz]] entwickeln. So wird sich der Jugendliche früher oder später auch selbst trösten können beziehungsweise ein Gespür dafür entwickeln, welche Kameraden oder Freunde ihm bei kleineren oder grösseren Krisen helfen können.
Grundbedürfnisse des Kindes sollten insbesondere in der Phase der Vertrauensbildung Vorrang vor allem anderen haben, also grundsätzlich auch vor Ihren eigenen [[Bedürfnisse der Eltern|Bedürfnissen als Eltern]]! In den ersten beiden Lebensjahren des Kindes müssen Sie deshalb bereit sein, im Zweifel grundsätzlich zu Gunsten des Kindes zu entscheiden. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Sie auch mal einen Bus verpassen, weil das Kind auf dem Weg zur Haltestelle hingefallen ist und nun zuallererst getröstet werden will, bevor es auch nur einen weiteren Schritt machen kann. Für junge Eltern mag das anfangs schwierig sein, da sie sich zum Beispiel gewohnt sind, Wegzeiten knapp berechnen zu können. Gerade Kleinkinder brauchen aber auch Zeit für Unvorhergesehenes. Diese Zeit müssen Sie als Eltern unbedingt "investieren" können, zumal Sie schon bald überaus grosszügig dafür belohnt werden! Denn ein Kind, das genügend getröstet wurde, lernt entsprechend schnell mit [[Frustration]] umzugehen und kann seinerseits [[Toleranz des Kindes|Toleranz]] entwickeln. So wird sich der Jugendliche früher oder später auch selbst trösten können beziehungsweise ein Gespür dafür entwickeln, welche Kameraden oder Freunde ihm bei kleineren oder grösseren Krisen helfen können.


Trost braucht das Kind, sobald es [[Schreiende Kleinkinder|schreit]]. Dies gilt in der Phase der Vertrauensbildung unbedingt. Gerade Kleinkinder sind bei Schmerz oder Trauer kaum mehr fähig, sich sprachlich auszudrücken, sondern schreien einfach. Zureden oder Fragen der Eltern helfen dann gar nichts mehr. Vergessen Sie auch gleich, dass das Kind mit Schreien irgendetwas bezwecken will! Dazu wäre es nämlich noch gar nicht fähig.
Trost braucht das Kind, sobald es [[Schreiende Kleinkinder|schreit]]. Dies gilt in der Phase der Vertrauensbildung unbedingt. Gerade Kleinkinder sind bei Schmerz oder Trauer kaum mehr fähig, sich sprachlich auszudrücken, sondern schreien einfach. Zureden oder Fragen der Eltern helfen dann rein nichts. Vergessen Sie auch gleich, dass das Kind mit Schreien irgendetwas bezwecken würde, dazu ist es noch gar nicht fähig (es sei denn, es wäre schon vorher durch [[manipulierende Eltern]] [[Verziehen|"verzogen"]] worden).


Demgegenüber beginnen Kinder, die nicht genügend getröstet werden, sehr schnell zu [[jammern]] und entwickeln Strategien, wie sie wenigstens zu eine [[Ersatzbefriedigung]] ergattern können. Solches Fehlverhalten verlieren Kindern dann aber nicht einfach so, sondern kann sich ganz im Gegenteil zu eigentlichen psychischen Störungen entwickeln (wie zum Beispiel [[Sucht]] oder [[Depressionen]]).
Demgegenüber beginnen Kinder, die nicht genügend getröstet werden, sehr schnell zu [[jammern]] und entwickeln Strategien, wie sie wenigstens zu eine [[Ersatzbefriedigung]] ergattern können. Solches Fehlverhalten verlieren Kindern dann aber nicht einfach so, sondern kann sich ganz im Gegenteil zu eigentlichen psychischen Störungen entwickeln (wie zum Beispiel [[Sucht]] oder [[Depressionen]]).

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